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L'or du trophée Laténien de Ribemont-sur-Ancre (Somme), témoin d'une bataille oubliée

Autore Louis-Pol Delestrée
Pubblicato in Revue Numismatique, 2001: 157e volume (2001)
Pagine 175-213 (39 pagine)
Lingua Francese
Scarica https://www.persee.fr/doc/numi_0484-8942_2001_num_6_157_2326
Numero
N#
L115893
 

Astratto

Es ist sehr auBergewôhnlich, zumindest in des Gallia Belgica, Goldmunzen zu finden, die dem ursprunglichen Geldumlauf zugeschrieben werden kônnen und zudem aus einem homogenen archâologischen Kontext stammen, der eine genaue Datierung ermôglicht. Um so tiberraschender ist der Fund, den man im Sommer 1999 in einem grofien gallischen Leichenfeld (Abb. A) entdeckt hat, und der nun als wichtigster Bestandteil der Latènischen Trophàe von Ribemont-sur- Ancre (Somme) gilt. Der grôfîte Teil dieses Haufens mit menschliscen Ûberresten, deren Schâdel zwar fehl- ten, die sonst jedoch oft anatomisch noch zusammenhingen, war bisher anhand der sehr zahlreichen Waffenfragmente datiert worden, die teilweise funktionell in Beziehung zu einander standen und praktisch ausnahmslos in die Latènezeit Clb (250 v. Chr.) gehôrten. Abgesehen von zwei Halbstateren ungewissen Ursprungs, die aus der Randzone des Haupt- depots stammten, waren keine Munzen gefunden worden. Die Ausgrabung des zweiten Teils des Knochenhaufens hat dann jedoch vier Munzdepots in situ zutage gebracht, darun- ter ein aus 6 Munzen bestehendes Depot mit einem halben Torques aus massivem Gold (Abb. 26). Nachdem die enge Verbindung zwischen den Munzen und dem dazu gehôren- den Fundmaterial nachgewiesen war (Abb. B), mufite uberpruft werden ob die homogène typologische Chronologie dieses Fundmaterials fur das gesamte Leichenfeld gait. Diese Arbeit ist nun vollendet, und die Datierung des gesamten Fundkomplexes in die Mitte des 3. Jh. v. Chr. ist erwiesen. Dem Numismatiker wurde eine zweite herausgehende Entdeckung beschert, da die Munzen einschliefilich der beiden Munzen aus dem Grabungsumfeld anscheinend nicht zu den bekannten regionalen Prâgungen gehôrten, sondern eher zu den âlteren Serien des Basse-Normandie und der westlichen Landstriche der Pays de Loire. So konnte die These aufgestellt werden, die heute als sehr wahrscheinlich angesehen wird, dafi es einen Kampf gegeben hat, dessen geschichtliche Zeugnisse verloren gegangen sind. In diesem Kampf haben sich môglicherweise die neu angekommenen Belger und eine groBe bewaffnete Truppe aus Mitgliedern der sogenannten «  armorikanischen  » Volker gegenubergestanden. Diese Vôlker hàtten den Ktistenstreifen durchzogen und von dort aus Einfálle ins Lande- vorgenommen.

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